Beliebte „Woanders Gottesdienste“

  • v. links: Karl Tepe, Hans Hoymann, Pfarrer Johannes Kabon, Helmut Hüttig, Clemens Blömer

Dinklage - Pfarrer Johannes Kabon besuchte die Senioren Union des CDU-Stadtverbandes Dinklage bei Fetisch-Jordan. Er berichtete, dass die Dinklager Katholiken überaus zahlreich an den „Woanders Gottesdiensten“ teilnehmen. Daher sollen diese auch weiterhin  an geeigneten Orten, wie z.B. bei der Mariengrotte der Familie Sextro in Langwege oder in Lage zelebriert werden.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen ging er mit deutlichen Worten auf den Missbrauchsskandal ein. Er warb auch um Verständnis dafür, dass die Bischofskonferenz in Rom allen Bistümern den Stellenwert des Missbrauchs klar machen muss, um kirchenweit dagegen vorzugehen. So soll verhindert werden, den Missbrauch als Problem westlicher Zivilgesellschaften abzutun. Es gehe darum, Machtmissbrauch und Grenzverletzungen gegenüber Schutzbefohlenen zu verhindern und Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen. Johannes Kabon setzt sich dafür ein, dass die Kirche Werte nicht nur verkündet, sondern selbst einhält und nicht verschleiert. Straftaten müssten konsequent angezeigt und alle Unterlagen den Behörden zur Verfügung gestellt werden. So würde die Kirche ihre Glaubwürdigkeit und ihr Vertrauen bei den Gläubigen erhalten. Außerdem verdeutlichte er mit dem von der Kirchengemeinde verabschiedeten „Schutzkonzept und Verhaltenskodex“, dass in der Pfarrgemeinde St. Catharina in Dinklage niemand ohne Präventionsschulung und Selbstverpflichtung haupt- oder ehrenamtlich beschäftigt werde.

Dank 80 monatlicher Spender an die Kirchenstiftung „St. Catharina hilft“ entwickelt sich auch die unbürokratische Hilfe für Bedürftige sehr erfreulich. Lt. Pfarrer Kabon müssen die Friedhofsgebühren zukünftig angehoben werden. Heute kosten Urnenbestattungen einschließlich aller Nebenkosten weniger als die Hälfte von Erdbestattungen (715 €). Da die Zahl der Urnenbestattungen aber in kurzer Zeit auf die Hälfte aller Beerdigungen angestiegen ist, würden die Friedhofskosten nicht mehr gedeckt. Über den Geldfund auf dem Friedhof könne aber erst verfügt werden, wenn das gefundene Geld zugeteilt wird.

Der Neubau des St. Franziskus Kindergartens wird voraussichtlich bis zum 01. August 2019 fertiggestellt sein. Der vor 21 Jahren als Provisorium in der ehemaligen Kaplanei eingerichtete alte Kindergarten wird anschließend abgerissen. Danach soll der Neubau seitlich um eine Krippe erweitert werden. Auch der Kindergarten St. Martin muss um eine Krippengruppe ergänzt und die Sozialräume erweitert werden, da die neue Gebührenfreiheit zu einer größeren Inanspruchnahme des Mittagessens führte.

In der sich anschließenden Diskussion beantwortete Pfarrer Johannes Kabon ausführlich die gestellten Fragen und alle dankten ihm mit einem herzlichen Applaus.

Hans Hoymann

  

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